Die Weinsorten


Traube Beschreibung Bild
Blaufränkisch Die Blaufränkischtraube ist dunkelbeerig, herb-würzig und hat einen mittleren Tanningehalt. Der Name des Blaufränkisch stammt wahrscheinlich aus der Zeit Karl des Großen. Als alle wertvollen Sorten als fränkisch klassifiziert und die minderen als hunnisch bezeichnet und eliminiert wurden. Heute wird diese Rebe im gesamten Burgenland kultiviert. Diese österreichische Spezialität liefert einen in der Jugend ungestümen, tieffruchtigen Rotwein, der durch die Lagerung samtiger und geschmeidiger wird und zusätzliche Facetten gewinnt.

Zweigelt
Die Zweigelttraube ist kirschfruchtig, charmant und samtig. Die Sortenbezeichnung geht auf den österreichischen Züchter Professor Zweigelt zurück, dem diese erfolgreiche Kreuzung von Blaufränkisch und St. Laurent gelang. Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten reichen von jung zu trinkenden, leichten Tischweinen bis zu kraftvollen Lagerweinen. Die solide Zweigeltrebe vermag in allen heimischen Rotweingegenden gute Resultate zu erzielen.


Bouvier
Die Bouviertraube ist goldgelb, hat ein leichtes Muskataroma, ist vollmundig, extraktreich und wird meist für hohe Prädikatsweine verwendet. Ursprünglich war diese Traube eine Tafeltraube. Sie hat eine sehr frühe Reife. Diese Traube wird heute vor allem im Seewinkel (Burgenland) für unkomplizierte Jungweine gelesen. Die Bouvier-Rebe stammt aus der Schweiz. Vermutlich entdeckte der Weingutbesitzer Clotar Bouvier um 1900 auf dem Familiensitz Herzogburg im ehemaligen Radkersburg die Rebsorte inmitten von anderen Rebstöcken.


Chardonnay
Die Chardonnaytraube hat eine saftige Frucht, ist voluminös und pikant. Sie wird zunehmend in Burgenland angebaut. Diese Traube erinnert uns an den Duft von Weißbrot und Dörrfrüchten. Der Chardonnay ergibt sehr kräftige, extraktreiche Weine, die auch bei hoher Reife noch eine angenehme Säure besitzen. Er gewinnt mit zunehmender Flaschenreife noch an Niveau.


Grüner Veltliner
Die Grüner Veltlinertraube hat eine pfeffrige Würze, ist fruchtig und meist trocken ausgebaut. Mit einem Anteil von rund einem Drittel an der gesamten Weinbaufläche ist der Grüne Veltliner die häufigste Sorte, die in Österreich angebaut wird. Das Qualitätsspektrum des Grünen Veltliners ist sehr weitreichend. Es beginnt beim leichten, spritzigen Wein, der am besten jung getrunken wird und geht bis zur substanz- und alkholreichen Spätlese, die auch sehr gut lagerfähig ist.


Muskat Ottonel
Die Muskat Ottoneltraube hat eine grünlich-gelbe Farbe, ein intensives, feines und würziges Muskatbukett, ist mild, ist aber auch meist niedrig in Alkohol und Extrakt. Diese Traube ist wahrscheinlich aus Frankreich und dürfte eine Spielart des Muskatellers sein. Das Zentrum des Anbaues ist das nördliche Burgenland. Muskat Ottonel ist ein typisch burgenländischer Weißwein. Gekennzeichnet von sehr pikanten Aromen und Feinfruchtigkeit. Der Wein ist besonders gut als Aperitif geeignet, harmoniert jedoch auch sehr gut zu Speisen.


Sämling 88
Die Sämlingtraube hat eine grüngelbe, reife und eine goldgelbe Farbe. Diese Weine besitzen ein eigenartiges, aber feines und kräftiges Bukett. Die Sorte wurde im Jahr 1916 in Alzey von Georg Scheu gezüchtet. Daher stammt die Bezeichnung Scheurebe, die sich mit der Aussaatnummer "Sämling 88" in der Häufigkeit ihrer Nennung die Waage hält. Sämling 88 wurde aus den Sorten Sylvaner und Rheinriesling gekreuzt. Die Weine sind im Qualitätsweinbereich kernig und trocken, die Sorte eignet sich aufgrund des interessanten Aromas besonders gut für die Herstellung hochreifer Prädikatsweine, wo das Aroma oft an exotische Früchte erinnern kann.


Traminer
Die Traminertraube ist grüngelb bis goldgelb, würzig, aromatisch, vollmundig, rassig zwischen grüngelb und goldgelb. Jahrgangsbedingt zeigt der Wein auch einen leicht rötlichen Goldschimmer. Sein Duft und Aroma sind stark ausgeprägt, würzig und aromatisch und erinnern deutlich an Rosenduft. Dieser Weißwein gehört zu den Spitzengruppe der österreichischen Qualitätssorten. Der Unterschied zwischen Traminer und Gewürztraminer liegt ausschließlich im Duft und Aroma.


Welschriesling
Die Welschrieslingtraube ist feinwürzig, erfrischend und fruchtbetont. Der in Österreichs Rieden seit langem heimische Welschriesling ist mit dem Riesling (Rheinriesling) nicht verwandt. Er wird heute hauptsächlich im nördlichen Burgenland angebaut. Der Welschriesling liefert in erster Linie frisch fruchtige, in ihrer Jugend zu genießende Weine. Er kann aber auch ausgezeichnete Prädikatsweine hervorbringen, deren Blume und Rasse lange anhält.


Weissburgunder Die Weissburgundertraube (Pinot Blanc) hat ein feines Duftspiel, ist kraftvoll und rassig. Wenn seine Trauben die Vollreife erlangen, wächst der Weißburgunder in Österreich zu einem substanzreichen Weißwein mit feinem, mandelartigem Geschmack und pikanter Säure heran. Die international als Pinot blanc bekannte Rebsorte entwickelt sich meist auch sehr gut in der Flasche. Auf Grund ihrer dezenten Art eignet sie sich auch für Cuvées mit anderen Sorten und für die Lagerung in neuen, kleinen Eichenholzfässern (Barrique).
         
 


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